Feuer entfacht
Auf der World of Fireplaces in Leipzig stellten wir erstmals das Format 67(34) vor. Neben dem positiven Feedback zu den neuen Maßen erhielten wir auch zahlreiche Rückmeldungen zu unseren Kamineinsätzen im Allgemeinen. Damit stand fest: Wir wollten was ändern!
Kamineinsatz evo – Vision und Entwicklung
Auf Basis des wertvollen Feedbacks und unserer jahrzehntelangen Erfahrung erstellten wir ein detailliertes Lastenheft. Dieses diente als Grundlage für unsere Ausarbeitungen. Gleichzeitig verstärkten wir unser Konstruktionsteam und brachten damit zusätzliches Know-how ins Unternehmen, das wesentlich zur Neuentwicklung beigetragen hat. Das Lastenheft deckte alle wichtigen Bereiche ab: von mechanischen Themen wie Haptik und Akustik über Designaspekte, die uns stärker vom Wettbewerb abheben sollten, bis hin zu technischen Herausforderungen wie der Druckregulierung im Abgasweg und der langen Sauberkeit der Scheibe. Auch allgemeine Branchenthemen wie die Reduzierung von Emissionen wurden berücksichtigt. Aus den ersten Entwürfen entstanden die ersten evo Kamineinsatz Prototypen. Diese wurden von unseren Konstrukteuren, Servicetechnikern und erfahrenen Ofensetzern gründlich getestet – live und in Farbe. So entstand ein wertvoller Wissensaustausch zwischen den Abteilungen, der zu kontinuierlichen Verbesserungen führte.
Wie nehmen diesen Feuerboten zum Anlass, um diesen Prozess einmal für Sie Revue passieren zu lassen:
Oliver Lindner, Leitung Konstruktion
In meiner Funktion als Teamleiter erarbeitete ich gemeinsam mit den verantwortlichen Konstrukteuren Stefan Hannweber und Benedikt Dutschek technische Lösungen. Zum anderen begleitete ich die Umsetzung der 0-Serie bei der Rowa und führte gleichzeitig die Produktschulung für die Kollegen vor Ort durch. Als wir den Prototypen auf dem Prüfstand das erste Mal befeuert haben, wusste ich, dieser Weg ist der richtige. Es ist unsere große Chance der Branche zu zeigen, dass wir innovative und zukunftsorientierte Produkte entwickeln können. Die enge Zusammenarbeit und die Anwendung von neuen Methoden und Strategien hat zu einer Aufbruchstimmung geführt und die Motivation im Team gestärkt.
Benedikt Dutschek – Konstruktion
Es war eine sportliche Herausforderung, die hohen Anforderungen aus dem Lastenheft in kürzester Zeit umzusetzen. Korpus und Luftführung entwickelte ich komplett neu. Manchmal war die Erprobung der neuen Ansätze in der Prototypenphase ernüchternd. Aber dank der guten Teamarbeit mit meinen Kollegen konnten wir stets eine Lösung finden und viele Details optimieren. Als die Flamme bei den Testdurchläufen aufgrund der Flammenkorrektur
in der Luftführung tatsächlich schön gerade gebrannt hat, stellte sich dies als ein besonderes Erfolgserlebnis für mich dar. Die positive Resonanz auf den Messen war zudem eine großartige Bestätigung unserer Arbeit.
Stefan Hannweber – Konstruktion
Ich bin für die Türen und die Hochschiebetechnik zuständig. Wir interpretierten die alte Hochschiebetechnik neu und integrierten dabei eine stabile Türkonstruktion sowie eine funktionell und haptisch ansprechende Lösung in die Geräte. Obwohl ich bereits an mehreren Projekten mitgewirkt habe, war dies für mich das Erste, welches von Grund auf neu entwickelt wurde und es dadurch besonders bedeutend für mich ist. Im Team arbeiten wir sehr eng zusammen und jeder bringt seine Ideen und Erfahrungen mit ein. Die Stimmung war dabei gemischt – mal mit frustrierenden Momenten, aber auch großem Stolz. Vor allem als der Prototyp fertiggestellt war und das Ergebnis überzeugt hat.
Mike Anders – Prüflabor Rathenow
Gemeinsam mit der Konstruktion erarbeitete ich die Luftführung – speziell die Verhinderung der Scheibenverrußung. Zudem gestalteten wir die gesamte zukünftige Abgasführung neu, um den Einbau von Katalysatoren und Abscheidern zu gewährleisten. In den evo Geräten steckt viel Herzblut, weshalb mir das Produkt und das Team dahinter sehr viel bedeuten. Wir haben da heute tolle Möglichkeiten. Der emotionalste Moment für mich ist immer, wenn der erste Prototyp auf dem Prüfstand steht und wir die ersten – hoffentlich positiv ausfallenden – Messergebnisse ablesen können. Bei der Prüfungsvorbereitung geht es immer darum, alle Parameter auf den Punkt zu bringen, da steigt jedes Mal die Spannung.
Rafal Fierkowicz – Service, Prüflabor Bissendorf
Meine Aufgabe war die Beratung bei folgenden Themen: Erreichbarkeit der verschiedenen Bauteile im eingebauten Zustand, allgemeiner Aufbau des Gerätes (Montage) sowie die Äußerung von Kritik aus Sicht des Ofenbauers als auch des Technikers. Zudem habe ich mich persönlich für die Auswahl der Schrauben an den Glashalteleisten und an dem Türrahmen eingesetzt. Mir war es wichtig, dass diese filigraner erscheinen. Die Stimmung im Technik-Team war sehr gut und ich habe die Neuen alle erst mal richtig kennengelernt. Das Projekt selbst hat in allen Abteilungen der Firma so viel Bereitschaft und Motivation ausgelöst, das habe ich in meiner ganzen Zeit hier noch nicht erlebt.
Der Start der Nullserie bis hin zur Serienproduktion Aufgrund der Einführung der neuen DIN EN 16510 sind derzeit alle Prüfinstitute stark ausgelastet, was zu langen Wartezeiten führte. Trotz der Verzögerungen in der Prüfphase konnten wir parallel die Vorbereitungen für die Nullserie vorantreiben. Nach intensiver Entwicklungsarbeit und der Einführung zahlreicher neuer Bauteile, wie speziellen Schrauben und innovativen Konstruktionslösungen, haben wir die erste Produktionsreihe erfolgreich gestartet. Dabei wurde das Zusammenspiel zwischen Produktion und Konstruktion entscheidend verbessert. Durch enge Zusammenarbeit konnten wir wertvolle Erkenntnisse gewinnen und diese direkt in die Herstellung mit einfließen. Der Start der Nullserie unserer neuen evo-Kamineinsätze markierte einen bedeutenden Meilenstein für uns als Unternehmen. Dieser Erfolg ist nicht nur ein Beweis für die Stärke unseres Teams, sondern war auch ein wichtiger Schritt in Richtung Marktreife. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Nullserie ermöglichen es uns, letzte Feinabstimmungen vorzunehmen, um Ihnen ein ausgereiftes Produkt von höchster Qualität bieten zu können. Mit den jetzt ausgereiften Serienproduktion sind wir bestens gerüstet, die Nachfrage nach modernen und effizienten Kamineinsätzen zu bedienen und zukünftig darauf aufzubauen.
Stephan Abke – Kaufmännische Leitung
Meine Aufgabe bestand darin, die Entwicklung der evo Kamineinsätze vom Konzept bis hin zur Markteinführung eng zu begleiten. Dabei wurde sichergestellt, dass sowohl die technischen Anforderungen als auch die wirtschaftlichen Zielvorgaben effizient und reibungslos umgesetzt beziehungsweise eingehalten wurden. Die Zusammenarbeit im Team war geprägt von starker Dynamik und einem engen Zusammenhalt, was durch eine äußerst positive und produktive Arbeitsatmosphäre zu einem technisch exzellenten, innovativen und zukunftsfähigen Produkt führte. Besonders beeindruckend für mich: das Engagement und die Leidenschaft, die alle Beteiligten in das Projekt eingebracht haben sowie die gemeinsame Freude über die erfolgreichen Ergebnisse.
Michael Pohl und Sebastian Stolz – Produktion
Es spornt uns jeden Tag aufs Neue an, gemeinsam etwas zu schaffen, auf das wir stolz sein können.
Die Montage der evo-Serie läuft Hand in Hand, um sicherzustellen, dass jeder Kamineinsatz perfekt zusammengebaut wird. Unsere Aufgabe ist es, die einzelnen Bauteile so bereitzustellen und zu montieren, dass am Ende alles reibungslos funktioniert. Dabei steckt in jedem Handgriff viel Sorgfalt und Leidenschaft, denn wir wissen, dass unsere Kunden sich auf unseren Qualitätsanspruch verlassen.
Für uns bedeutet das Produkt weit mehr als nur ein technisches Gerät – es ist das Ergebnis echter Teamarbeit.
Der letzte Schliff
Nachdem die ersten Kamineinsätze und Schnittmodelle in Bissendorf eingetroffen waren, ging es an die nächste Phase: Vertrieb und Marketing. Nun war es wichtig, die Produkte anschaulich und informativ aufzubereiten. Zuerst haben wir hochwertige Bilder erstellt, um die Kamineinsätze und ihre Besonderheiten bestmöglich zu zeigen. Gleichzeitig wurden die Texte verfasst, in denen nicht nur technische Details, sondern auch die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten der Modelle erläutert wurden. Ein wesentlicher Schritt war dann die systemische Darstellung aller Informationen. Hierbei ging es darum, sämtliche Daten strukturiert und vollständig zu erfassen – von den Maßen und Materialien bis hin zu den besonderen Merkmalen jedes einzelnen Einsatzes. Diese präzisen Informationen sind für Sie von großer Bedeutung, da sie für die Planung und Umsetzung unerlässlich sind. Mit der finalen Abstimmung zwischen Vertrieb, Marketing und Technik war der letzte Schliff abgeschlossen und die Kamineinsätze bereit für die Präsentation.
Wir sind von der Euphorie des Marktes begeistert.
Hagos Börse – Stuttgart, 18. April 2024
Fertig sein bis zur Hagos Börse 2024 – der Startschuss. Die Vorbereitungen im vollen Gange war es dann endlich so weit. Es waren besondere Tage für uns, die wir sehr genossen haben. Unsere neue Exklusiv-Line Anlage E2 inklusive evo Kamineinsatz brannte das erste Mal auf unserem Messestand. Das Feuer verbindet uns nicht nur mit Ihnen und unseren Produkten, sondern auch uns als Team. Diese Verbundenheit spiegelt sich in unserer Arbeit und unserem Engagement wider.
„Dies ist der erste Schritt, um zu zeigen, dass wir nach wie vor ein etablierter und starker Hersteller in der Branche sind und auch als Innovator agieren können. Mit den zukunftsweisenden Technologien, die in die evo Kamineinsätze integriert wurden, haben wir die Chance, unsere Marktposition zu stärken, auszubauen und einen Beitrag für die Umwelt zu leisten.“ Colin Rokossa